Badewanne zur Dusche umbauen — worauf kommt es an?
Der häufigste Umbau im Bestand. Er ist selten ein Tauschgeschäft, sondern ein Eingriff in Boden und Abdichtung.
Warum es mehr ist als „Wanne raus, Dusche rein"
Die Wanne steht auf dem Boden, der Duschablauf muss hinein. Damit hängt der ganze Umbau an drei Fragen: Wie hoch ist der Bodenaufbau? Wohin läuft das Wasser? Und wie wird die Fläche abgedichtet? Erst danach geht es um Fliesen und Armaturen.
Die drei baulichen Punkte
- Aufbauhöhe. Für den Ablauf braucht es Platz unter dem Fertigfußboden. Ist der Estrich dünn oder liegt eine Fußbodenheizung darin, entscheidet das über die Lösung — flache Rinne, Punktablauf oder Wannenelement.
- Gefälle. Die Duschfläche wird mit leichtem Gefälle zum Ablauf ausgeführt. Nach DIN 18040-2 sind maximal 2 % vorgesehen — spürbar genug fürs Wasser, flach genug für Rollator und Rollstuhl.
- Abdichtung. Unter den Fliesen liegt die eigentliche Abdichtung. Sie ist der Teil, den man später nie wieder sieht und bei dem sich Sparen am teuersten rächt.
Was den Unterschied im Alltag macht
- rutschhemmender Bodenbelag — die Norm nennt mindestens Bewertungsgruppe B,
- Haltegriffe dort, wo man sich tatsächlich abstützt, nicht dort, wo Platz ist,
- ein Duschsitz, der das Gewicht wirklich trägt und in die Wand eingebaut ist,
- eine Tür, die nach außen aufgeht — damit sie im Notfall nicht blockiert wird.
Und die Förderung?
Der Umbau der Wanne zur bodengleichen Dusche ist der Klassiker unter den wohnumfeldverbessernden Maßnahmen. Liegt ein Pflegegrad vor, kommt der Zuschuss der Pflegekasse in Frage — bis zu 4.180 Euro, Antrag vor Baubeginn.

